"6 Mann hoch" besuchten gleich 2 mal Jahann-Stauß-Operetten: Wiener Blut im Juli auf der Waldbühne Heldritt und im September Die Fledermaus im Landestheater Coburg. Graf und Gräfin Zedlau singen im Duett den "Titelsong" Wiener Blut. Dabei stellen sie fest, dass sie sich wieder ineinander verliebt haben und das ganze Durcheinander und Bäumchen-wechsel-dich-Spiel ein Ende hat. Musikalisch und Darstellerisch ein wirklicher Höhepunkt, unterstrichen noch durch das malerische Ambiente der Waldbühne. http://www.waldbuehne-heldritt.de
Großer Ball beim Fürsten Orlowsky. Hier nimmt das Schicksal seinen Lauf. Graf Eisenstein wird bitter "verarscht" als Racheakt seines "besten" Freundes und muß anschließend ins Gefängnis. Ebenfalls köstliches und lustiges "Bäumchen-Wechsel-Dich" untermalt und umrahmt von der einfach berauschenden Musik von Johann Strauß. http://www.landestheater-coburg.de
Im Brahmsjahr war es natürlich "Pflicht" sich auch dieses begnadeten Komponisten anzunehmen und so erlebten wir einen Konzertabend der Superlative, ausschließlich mit Werken von Johannes Brahms bei
den Bamberger Symphonikern. Als Highlight ist besonders der Hamburger Star-Geiger Christian Tetzlaff zu erwähnen, der als Solist das 2. Violinkonzert bestritt. An Virtuosität und Perfektion nicht zu übertreffen! Das Publikum war total hingerissen und entließ ihn erst nach 3 Zugaben von der Bühne. http://www.christian-tetzlaff.de
Als Reinfall des Jahrhunderts entpuppte sich der Besuch der BayreutherFestpiele. Gleich zwei hochmoderne Inszenierungen, mit denen niemand so recht etwas anfangen konnte, erwartete die Zuschauer und somit auch die 5 Mitglieder des Kulturstammtisches, darunter Gerhard Runge und Elisabeth Hertel. Parsifal, in der Nachfolge von Christoph Schlingensief, jedoch genauso undurchsichtig und handlungsfremd inszeniert und dann noch die absolute "Krönung": Die Meistersinger von Nürnberg. Allzu experimentell und genauso handlungsfremd erinnerte die Inszenierung von Katharina Wagner an hinterstes provinzielles Schmierentheater. Man schämte sich für das Haus gegenüber der vielen Gäste, die von weit, weit her gekommen waren, wie z. B. aus Japan, den USA und Australien. Deren Lebenstraum es war, einmal nach Bayreuth zu den Festspielen zu fahren und die dann so bitter enttäuscht wurden. Selbst die absolute und brilliante Ausnahmestimme von Klaus Florian Vogt, der den Walter von Stolzing sang, konnte nicht mehr zu einer Versöhnung beitragen.
Erst der Tannhäuser in Chemnitz erinnerte an ganz, ganz großes Wagnertheater. Hier wurde Absolution erteilt. Eine grandiose Premiere am 28. November konnte erahnen lassen, was uns Richard Wagner sagen wollte - was er der Welt "schuldig" war: Den absoluten "Kick" eines Opernabends. Besser geht's nicht. http://www.theater-chemnitz.de/php/oper/oper.php3
Unterstützen Sie bitte unsere Aktion: Schluß mit modernen Inszenierungen! Keiner will sie sehen, keinem gefallen Sie, alle sind empört und schimpfen, aber niemand tut etwas! Sinnlos werden Millionen und aber Millionen jedes Jahr an Steuergeldern für Subventionen ausgegeben. Unter dem Deckmantel "künstlerischer Freiheit" treiben Intendanten und Regisseure ihr Unwesen, weil sie sich der staatlichen Unterstützung sicher sind. Dagegen wollen wir ins Feld ziehen und bei der "heiligsten Kuh" deutscher Kultur beginnen, den Bayreuther Festspielen!
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, sehr geehrte Damen und Herren,
ich protestiere hiermit in allerschärfster Form gegen eine weitere Subventionierung der Bayreuther Festspiele. Die Inszenierung der “Meistersinger von Nürnberg” von Frau Katharina Wagner erinnerte an hinterstes provinzielles Schmierentheater - und das war es auch! Man schämt sich für das Haus vor den vielen ausländischen Gästen, die teilweise von weit, weit her kommen, viel Geld investieren, viele Mühen auf sich nehmen, um sich ihren Lebenstraum erfüllen zu können: Einmal im Leben nach Bayreuth zu fahren um die Festspiele besuchen zu können. Können Sie sich vorstellen, was in diesen Menschen vor sich geht, wenn sie so etwas geboten bekommen? Es kann nicht im Sinne der Bayerischen Staatsregierung sein, dass ein dermaßen schlechtes Bild deutscher Kultur in die Welt getragen wird. Ich bitte Sie inständig, diesem Treiben ein Ende zu setzen.